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„Schule mit Courage - Schule ohne Rassismus“

Projekttag mit Verleihung des Titels „Schule mit Courage-Schule ohne Rassismus“

Nun sind wir die 43. Schule in Mecklenburg-Vorpommern, die den Titel „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“ trägt. Verliehen wurde er durch die Landeskoordinatorin Frau Schlaier im Beisein unseres Bürgermeisters Herrn Wiechmann sowie Herrn Witte von der Gemeindevertretung. Das dazu gehörige Schild, welches im Eingangsbereich der Schule platziert wird, nahmen stellvertretend die Schülersprecherinnen Berenice Jäck und Tara Schäddel entgegen. Damit einher geht die Verpflichtung, jährlich themabezogene Projekte durchzuführen und den Courage-Gedanken in das tägliche Schulleben zu integrieren.

Den Anstoß gab Sarah Wenzel, die derzeit den Wahlpflichtunterricht an unserer Schule absolviert und von ihren positiven Erfahrungen dieser Aktion am Gymnasium Sanitz berichtete. Schnell fand die Idee große Akzeptanz bei Schülern, Lehrkräften und dem Bürgermeister, der im Namen unseres Schulträgers die Patenschaft übernahm.

Nun galt es, einen entsprechenden Projekttag mit Leben zu füllen. Mit dem Verband für Behinderten-
und Rehabilitationssport M-V e.V., der Integrationslotsin des Landkreises Rostock sowie dem Netzwerk für Demokratie und Courage e.V. wurden sehr engagierte Partner gefunden.

Die Klassenstufen fünf bis sieben erlebten in unterschiedlichen Situationen, dass ein Leben mit Handicap besondere Herausforderungen an den Alltag stellt, die es zu meistern gilt. Wie schnell können z.B. ein 5 cm hoher Absatz oder eine geschlossene Tür zum großen Hindernis werden, wenn man im Rollstuhl sitzt! Andererseits lassen sich sportliche Aktivitäten mit viel Spaß durchführen, wie die Schüler beim Rollstuhlbasketball erprobten, einer Sportart, die seit Rom 1960 paraolympische Sportart ist. Der Spaßfaktor war auch beim Goalball hoch, einer Ballsportart, die von Sehbehinderten und Blinden betrieben wird, und schließlich Drums Alive, bei dem kognitive Eindrücke mit einfachen aber dynamischen Bewegungen und Drumming auf dem Fitness Ball verbunden werden. Abgerundet wurde dieser Projektteil durch eine Einführung in die Gebärdensprache.

Die achten Klassen führten das Projekt „Kartoffel trifft Kichererbse“ durch. Sie bereiteten ein internationales Frühstück vor. Für alle Schüler gab es in der zweiten Pause Wraps. Außerdem mussten sie sich in einem Planspiel zu verschiedenen Aspekten der Integration positionieren.

In der Klassenstufe neun beschäftigten sich die Schüler mit den Ursachen von Diskriminierungen und deren Auswirkungen auf die Menschen. Sie erkundeten in einem Modellversuch, wie sie individuell und miteinander das gesellschaftliche Zusammenleben
(mit-)gestalten können.

Viele unterschiedliche Angebote prägten diesen interessanten Tag und mancher Schüler hätte gern die gesamte Vielfalt genutzt. Doch wir stehen ja erst am Anfang, wie Herr Wiechmann als Pate des Projekts treffend feststellte, und weitere Initiativen werden folgen.

Porteck